Hier stellen wir einige der besten Klettergebiete Spaniens vor, die sowohl in Bezug auf die Qualität der Routen als auch auf die landschaftliche Schönheit herausragend sind.
Montserrat, Montserrat
Eines der bekanntesten und beliebtesten Kletterziele in Spanien ist sicherlich Montserrat, das sich nur etwa 30 Kilometer nordwestlich von Barcelona befindet. Montserrat besticht durch seine markanten, säulenartigen Felsen und vielfältigen Routen, die sowohl Sportklettern als auch traditionelle Klettertechniken bieten. Die Region hat über 3000 Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, sodass es für jeden etwas gibt. Zudem ist die Umgebung mit ihren einzigartigen Klöstern und Panoramaaussichten einfach spektakulär.
Siurana, Katalonien
Ein herausragendes Ziel ist die Region Siurana in Katalonien. Diese malerische Gemeinde liegt auf einem Hochplateau und bietet atemberaubende Ausblicke sowie eine Vielzahl von Routen, die sich durch ihre hohe Felsqualität auszeichnen. Die Wände bestehen hauptsächlich aus festem Kalkstein und bieten sowohl sportliche als auch traditionelle Klettermöglichkeiten. Besonders bekannt ist Siurana für seine anspruchsvollen Sportkletterrouten, darunter einige der berühmtesten und herausforderndsten Linien Europas wie „La Dura Dura“, die mit 9b bewertet wird. Die idyllische Umgebung mit Olivenhainen und alten Steinhäusern macht das Klettern dort zu einem unvergesslichen Erlebnis.
El Chorro, Andalusien
Weiter geht es nach El Chorro in Andalusien, ein weiteres beliebtes Ziel unter Kletterern. Berühmt für seine spektakulären Schluchten und das klare Wasser des Flusses Guadalhorce, bietet El Chorro über 600 Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Ein Highlight ist die beeindruckende Caminito del Rey, ein historischer Wanderweg, der entlang steiler Klippen verläuft und atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft ermöglicht. Zudem finden hier regelmäßig internationale Wettbewerbe statt, was die Gegend zu einem Hotspot für Klettersportler macht.
Picos de Europa, Nordspanien
In den Picos de Europa im Norden Spaniens findet man eine andere Art von Abenteuer: Hier sind vor allem alpine Klettereien gefragt. Die markanten Gipfel bieten nicht nur hervorragende Mehrseillängen-Routen, sondern auch grandiose Wanderrouten durch eine unberührte Natur. Beliebte Ziele sind die Naranjo de Bulnes (Pico Urriellu) und der Torre de Cerredo, wo ambitionierte Bergsteiger gefordert werden und gleichzeitig die Schönheit dieser einzigartigen Gebirgslandschaft genießen können.
Albarracin, Aragonien
Für Liebhaber des Boulderns ist Albarracín in Aragonien ein absolutes Muss. Dieses kleine Dorf hat sich einen Namen gemacht als eines der besten Bouldergebiete Europas. Die Sandsteinblöcke sind perfekt zum Bouldern geeignet und bieten Herausforderungen für alle Könnerstufen. Das charmante Ambiente des Dorfes mit seinen engen Gassen und historischen Gebäuden trägt zur besonderen Atmosphäre dieses Ortes bei.
Calpe, Costa Blanca
Für diejenigen, die Meerblick beim Klettern genießen möchten, ist Calpe an der Costa Blanca ein Muss. Der berühmte Ifach-Felsen erhebt sich direkt am Mittelmeer und bietet eine Reihe von Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten – von leichteren bis hin zu extrem anspruchsvollen Wegen. Calpe kombiniert das Vergnügen des Kletterns mit der Möglichkeit eines entspannten Strandbesuchs nach einem langen Tag am Fels.
Gebiet um Fataga, Gran Canaria
Abschließend sei noch Gran Canaria erwähnt, wo vor allem das Gebiet um Fataga bei vielen Kletterern beliebt ist. Hier finden sich eindrucksvolle Vulkangesteine und vielseitige Routen in einer außergewöhnlichen Landschaft voller Kontraste zwischen Bergen und Küste. Gran Canaria wird zunehmend als Geheimtipp unter internationalen Kletterern gehandelt.
Liste der Kletterausrüstung
Kletterausrüstung ist ein entscheidender Bestandteil für jeden Kletterer, egal ob Anfänger oder Profi. Sie sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern beeinflusst auch das Klettererlebnis erheblich. Zu den wichtigsten Komponenten der Kletterausrüstung zählen der Klettergurt, die Kletterschuhe und das Sicherungsgerät.

(© Thomas Söllner – stock.adobe.com)
Kletterschuhe
- Speziell entwickelte Schuhe mit einer engen Passform, die das Gefühl für den Fels verbessern und präzise Tritte ermöglichen.
- Material: Häufig aus Leder oder synthetischen Stoffen, um Flexibilität und Haltbarkeit zu gewährleisten.
- Verschlussarten: Schnürsenkel, Klettverschluss oder Slipper-Design.
Klettergurt
- Essenzielles Sicherheitsgerät, das um die Taille getragen wird und eine Verbindung zwischen dem Kletterer und dem Seil herstellt.
- Typen: Hüftgurte (für Sportklettern) und Ganzkörpergurte (für Kinder oder spezielle Anwendungen).
- Ausstattung: Oft mit mehreren Schlaufen zum Befestigen von Karabinern und Zubehör.
Seile
- Kernstück jeder Kletterausrüstung, das als Sicherungs- und Aufstiegshilfe dient.
- Arten: Dynamische Seile (dehnen sich bei einem Sturz) und statische Seile (wenig dehnbar, ideal für Abseilen).
- Durchmesser und Länge variieren je nach Einsatzbereich; übliche Durchmesser liegen zwischen 9,5 mm und 11 mm.
Karabiner
- Metallringe mit einem Öffnungsmechanismus, die zur Verbindung von Seilen, Gurten oder anderen Ausrüstungsgegenständen verwendet werden.
- Typen: Schraubkarabiner (mit zusätzlichem Sicherheitsmechanismus), Schnellkarabiner (ohne Schraubmechanismus) und ovalförmige Karabiner für spezielle Anwendungen.
- Materialien: Aluminium oder Stahl – jeweils leichtgewichtig bzw. extrem robust.
Sicherungsgeräte
- Geräte zur Kontrolle des Seils während des Kletterns; sie sorgen für Sicherheit beim Sichern eines Partners.
- Beispiele: ATC (Air Traffic Controller), Grigri (halbautomatisches Sicherungsgerät) oder Tube-Sicherungsgeräte.
- Funktionsweise variiert; einige bieten zusätzliche Bremskraft beim Abseilen oder im Falle eines Sturzes.
Helm
- Schützt den Kopf vor herabfallenden Gegenständen sowie bei Stürzen.
- Leichte Konstruktion mit Belüftungsschlitzen für Komfort während längerer Klettertouren.
- Erhältlich in verschiedenen Größen und oft verstellbar für optimalen Sitz.
Chalkbag & Chalk
- Chalkbags sind kleine Beutel, die am Gurt befestigt werden, um Magnesiumcarbonat (Chalk) aufzubewahren.
- Chalk reduziert Schweiß an den Händen und verbessert den Grip auf den Griffen.
- Unterschiedliche Designs in Bezug auf Größe, Form und Verschlussmöglichkeiten.
Kletterhandschuhe
- Optionales Zubehör zum Schutz der Hände bei rauem Terrain oder beim Einsatz von speziellen Techniken wie Bouldern ohne Seil.
- Materialien reichen von Leder bis zu atmungsaktiven synthetischen Stoffen; oft verstärkt an Stellen mit hohem Abrieb.
Rettungsausrüstung
- Notwendig für Notfälle; dazu zählen Rettungsdecken, Erste-Hilfe-Kits sowie spezielle Abseilgeräte zur Evakuierung verletzter Personen.
- Wichtig ist auch ein Mobiltelefon oder Funkgerät für Kommunikation im Notfall sowie Kenntnisse über grundlegende Rettungstechniken.
Diese Liste stellt eine umfassende Übersicht über die gängigste Kletterausrüstung dar. Sie sollte jedem Kletterer als Grundlage dienen, um gut vorbereitet in die Vertikale zu gehen – sei es in der Halle oder in der freien Natur!



